Elektrolyte: Ein Must-have für Kinder im Sommer
Der Sommer hat begonnen. Kinder verbringen ihre freie Zeit jetzt draußen in der Sonne, beim Kicken auf dem Bolzplatz oder auf Spielplätzen. Bei den heißen Temperaturen wird beim Rumrennen und Toben trotz Sonnenschutz und Schatten ordentlich geschwitzt.
Wusstest du schon?
Kinder brauchen im Verhältnis zu ihrer Körpergröße deutlich mehr Flüssigkeit als Erwachsene. Ihr Stoffwechsel läuft auf Hochtouren, sie atmen schneller und ihre Nieren können Flüssigkeit noch nicht so effizient festhalten wie die eines Erwachsenen.
Was passiert im Körper wirklich an heißen Sommertagen?
Mit dem Schwitzen verlieren Kinder nicht nur Flüssigkeit, sondern auch wichtige Elektrolyte (Mineralstoffe). Zu den bedeutendsten Elektrolyten gehören Natrium, Chlorid, Kalium, Kalzium, Phosphat und Magnesium.
Ohne Elektrolyte läuft nichts
Einige dieser Mineralien tragen im Körper so fundamentale Aufgaben, dass ohne sie schlicht nichts funktioniert. Natrium und Chlorid halten den Blutdruck stabil und regulieren, wie viel Wasser und welche Ionen sich wo im Körper befinden. Kalium wiederum sorgt dafür, dass Reize überhaupt weitergeleitet werden, und hält den Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht. Wer schon einmal Muskelkrämpfe nach dem Sport erlebt hat, kennt das Gefühl, wenn dieser Haushalt aus dem Lot gerät.

Magnesium arbeitet dabei im Hintergrund, ist aber unverzichtbar: Es transportiert Kalium, Natrium und Kalzium aktiv in die Zellen hinein und unterstützt die Muskelfunktion. Ohne ausreichend Magnesium kommen selbst gut aufgenommene Mineralstoffe nie wirklich dort an, wo sie gebraucht werden.
Kalzium und Phosphat schließlich sind die mengenmäßig am stärksten vertretenen Mineralstoffe im gesamten Körper. Sie sind nicht nur der Baustoff der Knochen, sondern tragen direkt zur Herzfunktion, zur Muskelkontraktion und zum Energiestoffwechsel bei. Der Herzschlag eures Kindes, jede Bewegung, jeder Gedanke, der in Energie umgewandelt wird: All das hängt daran, dass diese Stoffe in ausreichender Menge vorhanden sind.
Die gute Nachricht: Kinder nehmen Elektrolyte täglich durch Ernährung und Getränke auf. Die Frage, die viele Eltern beschäftigt: Wie kann ich die Menge im Sommer erhöhen, um die steigenden Verluste auszugleichen?
Die besten Elektrolytquellen für Kinder
Zum Glück verstecken sich die besten Elektrolytquellen nicht in isotonischen Sportgetränken, sondern in Lebensmitteln, die die meisten Kinder ohnehin kennen und mögen. Bananen und Kartoffeln liefern reichlich Kalium, während Milch und Milchprodukte gleichzeitig Kalzium, Phosphat und Magnesium abdecken. Nüsse und Samen, allen voran Kürbiskerne und Mandeln, sind wahre Magnesium-Lieferanten und lassen sich problemlos als Snack in den Alltag einbauen. Natrium und Chlorid nehmen Kinder über normale Mahlzeiten meist ausreichend auf, weshalb hier selten nachgeholfen werden muss. Grünes Gemüse wie Brokkoli und Spinat punktet gleich mehrfach: Es liefert Kalzium, Magnesium und Kalium in einem. Und Hülsenfrüchte wie Linsen oder Kichererbsen, die sich in Suppen und Aufläufen leicht unterbringen lassen, tragen ebenfalls spürbar zur Versorgung bei.
Extra Tipp: Kokoswasser ist eine wahre Elektrlyte-Bombe – und das ganz natürlich. Es liefert gleichzeitig Natrium, Kalium, Magnesium und Calcium. Es schmeckt wunderbar erfrischend an heißen Tagen und kann sowohl pur als auch gemischt in Säften oder Smoothies getrunken werden.
Wer diese Lebensmittel regelmäßig auf den Teller oder ins Glas bringt, legt für sein Kind ein solides Fundament, das sich im Alltag kaum bemerkbar macht, aber im Hintergrund jeden Tag seine Arbeit tut.
Autorenprofil:
Franziska Hauer
MSc Ernährungswissenschaftlerin, die sich bei Vitasauri fachlich um alle Themen rund um Kinderernährung und -gesundheit kümmert. Seit 10 Jahren im Bereich Kinderlebensmittel und -nahrungsergänzungsmittel.


