Heuschnupfen bei Kindern: was Eltern tun können
Der Frühling ist für viele Menschen die schönste Zeit im Jahr. Bei immer mehr Personen fängt mit dem Frühling aber auch ein Leidensweg an: die Pollenallergie. Der Pollen von blühenden Pflanzen führt durch diese Allergie plötzlich zu Symptomen wie dauerhaft tränenden und juckenden Augen, Niesen und Problemen beim Atmen. Die gute Nachricht: Pollenallergie ist zwar multifaktoriell – hat also mehrere Ursachen – betroffenen Kindern kann aber geholfen werden. Dabei geht es vor allem um die Pflege des Darms, aber auch um das Trainieren des Immunsystems mit verschiedenen Erregern und potenziellen Allergenen.
Prävention und Behandlung von Heuschnupfen
Um die allergische Reaktion abzumildern oder gar nicht erst entstehen zu lassen, können sowohl bestimmte Nahrungsmittel, die gezielte Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, aber auch der Kontakt mit Natur und Tierwelt helfen.
Stillen
In den ersten Monaten trägt das Stillen des Säuglings zum Schutz vor Allergien und Neurodermitis bei. Denn: Muttermilch unterstützt die Entwicklung des Immunsystems und des Darmmikrobioms. Ein normales Mikrobiom und Immunsystem sind wichtig, um immunologische Überreaktionen zu vermeiden (Q).
Bifidobakterien (bifidum – lactis – infantis)
Bifidobakterien stehen mit einem reduzierten Risiko für Allergien und Ekzemen in Verbindung und fördern die Reifung der angeborenen Immunantwort. Das Immunsystem von Säuglingen muss nach der Geburt erst voll ausreifen. Bedeutet: Es muss lernen, welche Stoffe gefährlich sind und welche nicht. Bifidobakterien unterstützen es dabei (Q). Mehr dazu hier.
Tiere
Ein weiterer Weg zur Prävention ist der frühe und häufige Kontakt mit Tieren, speziell Bauernhoftieren. Studien zeigen: Wachsen Kinder auf einem Bauernhof auf, haben sie seltener Erkrankungen wie Heuschnupfen oder Neurodermitis. Der Grund? Landkinder haben mehr regulatorische Immunzellen, die das Immunsystem im Gleichgewicht halten.
Durch das Landleben entstehen seltener Überreaktionen (= Allergien) auf eigentlich ungefährliche Stoffe wie Lebensmittelbestandteile oder Pflanzenpollen (Q).
Vitamin D
Das Sonnenvitamin unterstützt den Körper dabei, Immunzellen zu bilden, die überschießende Entzündungen verhindern. Eine große Metaanalyse zeigt: Vitamin D kann bei Kindern die Heuschnupfen-Symptome deutlich verringern (Q).
Omega-3
Fette sind lebenswichtig für unseren Körper. Besonders Omega-3-Fettsäuren haben eine entzündungshemmende Wirkung und können typische Heuschnupfen-Beschwerden wie juckende und brennende Augen lindern (Q).
Fazit
Eine ausgewogene Ernährung ist die Basisbehandlung bei Heuschnupfen. Die Darmbewohner freuen sich über ausreichend Ballaststoffe und schenken Kindern dafür eine intakte Darmbarriere und ein ruhiges Immunsystem. Zusätzliche Ausflüge auf den Bauernhof und das Spielen im "Dreck" helfen das Immunsystem von Kindern zu trainieren und damit weniger sensibel für ungefährliche Stoffe wie Pollen oder Nahrungsbestandteile zu machen.
Autorenprofil:
Franziska Hauer
MSc Ernährungswissenschaftlerin, die sich bei Vitasauri fachlich um alle Themen rund um Kinderernährung und -gesundheit kümmert. Seit 10 Jahren im Bereich Kinderlebensmittel und -nahrungsergänzungsmittel.


